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Auf der Voirderseite Tuschezahl 648.
Frauen im Mittelalter
Auch im Mittelalter spielten Frauen eine wichtige Rolle. Als Gemahlinnen, Mütter und Töchter von Herrschern haben sie bedeutenden Einfluß auf politische Entscheidungen genommen und erscheinen dabei gelegentlich als Regentinnen, häufiger als Äbtissinnen, auf Münzen.
Herzöge, Grafen, Fürsten
Das ursprünglich nur dem König bzw. Kaiser zustehende Münzrecht ist seit dem 10. Jh. in Deutschland und Frankreich auch auf den weltlichen Adel übergegangen, teils durch königliche Delegation, teils infolge der Schwäche des Königtums durch Usurpation und Gewohnheitsrecht. Während in Frankreich die Münzprägung des Adels durch das Königtum im Laufe der Zeit zurückgedrängt und am Ende des Mittelalters ganz aufhörte, ist sie im Gebiet des Deutschen Reiches zu einem festen Bestandteil des Münzwesens geworden und im 13. Jh. durch das Königtum auch formal sanktioniert worden.